Brot, Pasta, Kartoffeln, Reis. Ich liebe sie alle. Und trotzdem begegnet mir in meinem Coaching ständig die Angst vor den bösen Kohlenhydraten. Dazu kommt oft noch die Idee, dass sie ab einer bestimmten Uhrzeit besonders gefährlich werden.
Ich frage Frauen dann gerne: Was glaubst du eigentlich, was um 18 Uhr in deinem Körper passiert?
Gibt es da einen magischen Schalter? Um 17:50 Uhr sind Kartoffeln noch völlig okay, und um 18:01 Uhr denkt dein Körper plötzlich: Und jetzt gehe ich aber direkt auf die Hüfte?
So funktioniert unser Körper natürlich nicht, auch wenn es sich manchmal so anfühlt.
Worauf es wirklich ankommt
Ob du Körperfett verlierst, hängt nicht davon ab, ob du dein Brot um 15 Uhr oder um 20 Uhr gegessen hast. Entscheidend ist deine gesamte Energiebilanz über einen längeren Zeitraum.
Dazu kommt eine zweite Frage, die mir fast noch wichtiger ist: Ist deine Ernährung so aufgebaut, dass du sie überhaupt dauerhaft umsetzen kannst?
Wenn du abends nichts mehr essen darfst, obwohl du tagsüber kaum dazu gekommen bist, entsteht genau der Druck, der später in Heißhunger endet. Und selbstverständlich dürfen Kohlenhydrate Teil deiner Ernährung sein, auch abends.
Was ich dir stattdessen empfehle
- Iss abends das, was zu deinem Tag passt und dich satt macht.
- Achte auf eine Portion Protein, damit du länger Ruhe hast.
- Streich nicht ganze Lebensmittelgruppen, nur weil jemand es dir geraten hat.
Je einfacher dein Plan ist, desto eher hältst du ihn durch. Und genau darauf kommt es an.


